Stimmen nach Schwebungen
Termin
Raum
Art
Referent
Sprache
folgt
folgt
Seminar
Hanns Pommerien
Deutsch
Stimmen nach Schwebungen
Schwebungsvergleiche ermöglichen unseren Ohren erstaunlich genaue relative Frequenzmessungen. Ohne Zwischenschritte durch Berechnungen von Inharmonizitäten und theoretischen Frequenzen, nutzen sie immer die realen Frequenzen der am besten hörbaren gemeinsamen Teiltöne zweier Klaviertöne.
- Das berücksichtigt immer die Ungenauigkeiten des jeweiligen Instruments.
- Das berücksichtigt immer die Teiltöne, die auch für die Empfindung der Musiker am auffälligsten sind.
- Das ergibt objektive, wiederholbare und emotionsunabhängige Ergebnisse als Basis für ästhetische Bewertungen.
- Das ist dennoch eine quasi musische Vorgehensweise, denn es ähnelt sehr dem intuitiven Frequenzabgleich beim gemeinsamen Singen oder Melodieinstrumentenspiel und betrifft Frequenzen, die für die Emotionsübermittlung wichtig sind.
Von der Praxis zu Theorie – und gleich wieder zurück
Anhand der verschiedenen Schwebungen und Schwebungsvergleiche, die im Verlauf einer Klavierstimmung nützlich sind, wird gezeigt:
- an welchen Eigenschaften Schwebungen zu erkennen sind
- warum sie diese Eigenschaften haben
- was helfen kann, sie aus dem Zusammenklang der Töne herauszuhören
Das Ganze wird direkt am Klavier durch Verstärkung der Schwebungsfrequenzen sowie ggf. durch Schaubilder verdeutlicht.
Wer möchte, kann Arbeitsmaterialien vorab online erhalten:
https://c.gmx.net/@334604576034391027/f4piSrDylu6GDp5aC0ot7Q
Vortrag 1. Teil: Temperatur legen und Mittellage
Vortrag 2. Teil: Bass und Diskant
Vita:
Hanns Pommerien, Jahrgang 1969, wuchs auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide auf – geprägt von viel Musik und praktischer Arbeit. Schon früh kam er mit verschiedenen Instrumenten in Berührung; Geige, Klavier und Gesang begleiten ihn bis heute.
Seine Ausbildung zum Klavierbauer absolvierte er in der Klavierfabrik Schimmel in Braunschweig. Es folgten berufliche Stationen beim Klavierhaus Meyer in Hannover sowie bei Piano Fischer in Stuttgart, wo er als Service- und Konzerttechniker tätig war. Parallel dazu sang er in der Gaechinger Kantorey und weiteren professionellen Chören.
2007 wechselte er zur C. Bechstein Pianofortefabrik nach Berlin und war dort als Konzerttechniker tätig. Seit 2010 lebt er mit seiner Familie in Marburg und arbeitet dort selbständig als Klavierbauer und Konzerttechniker. Seine Arbeit verbindet handwerkliche Präzision, musikalische Praxis und langjährige Erfahrung im Stimmen nach Gehör.

